Aktuelles

In Verbindung sein und bleiben…

Weil die Gruppen momentan aufgrund der Covid-19 Bestimmungen leider vorübergehend ausfallen und ich nicht mehr alle Mails persönlich beantworten kann, möchte ich gerne hier etwas zur aktuellen Situation sagen, wenn ich einen Impuls habe…

Reflexion zur globalen Krise

Mit unserem Herzen und der Kostbarkeit menschlicher Beziehung verbunden, um den weiteren Herausforderungen dieser Zeit gewachsen zu sein

Hier ist Lebendigkeit und Freude in dem Impuls kurz Hallo zu sagen und mit Dir direkt und aktuell in Verbindung zu sein, indem ich meine Reflexion der letzten Wochen mit Dir teile.

Ich spüre wie kostbar es ist, uns für die Unterschiedlichkeit unserer Erfahrung in dieser globalen Krise zu respektieren und einen Optimismus fürs Leben zu bewahren. Optimismus in dieser Zeit bedeutet, ganz egal was Deine Wahrheit ist, das Sein ist auf den evolutionären Impuls – auf dieses „tiefste Sehnen – NACHHAUSE“ bezogen und darauf, dass es am Ende gut ausgeht, egal wie lang es dauert.

Im Leben und auch in der jetzigen globalen Krise, sitzen wir alle im selben Boot. Es gibt Zeiten, da müssen wir uns hinlegen, vielleicht im Schlaf, in der Natur oder im Gespräch regulieren und Raum sein für Gefühle, von denen das Nervensystem weggehen möchte, in dem es Gedanken produziert, die dazu dienen nicht wirklich zu fühlen, was durchläuft im Moment. Das ist ok. Das ist natürlich. Es ist Teil des Weges.

Als mitfühlendes Wesen fühlen wir nicht nur uns selbst, sondern auch die Energie der Menschen, die uns umgeben und wir fühlen das Feld der Menschheit in einer globalen Aktivierung aus Stress und Schockstarre, mit all dem Entsetzten, was darin eingefroren ist und was langsam durch jeden von uns in die Bewegung und ins Fühlen kommt.

Dieses kollektive Schockfeld berührt im Alltag, wie auch im Schlaf – in jedem Moment, bewusst oder unbewusst, bei jedem von uns, die eigene unaussprechliche, bisher nicht integrierte, persönliche Geschichte und unser Kerntrauma – das Existenztrauma Mensch. Wir alle tragen das Kerntrauma der vorsprachlichen und pränatalen Bindungsverletzung in unseren Zellen. Diese ursprüngliche Information bestimmt, von welchen Informationen wir im Außen angezogen werden und mit welchen Informationen wir resonieren, wenn wir auf die Suche nach Sicherheit gehen. Ich staune über die extreme Geschwindigkeit der Veränderungen. Ich erlebe, dass wir nicht wirklich mit dieser schnellen Entwicklung mit kommen und nach Orientierung suchen. Gleichzeitig werden wir mit einer Vielzahl von Informationen bombardiert, die alle eine Meinung entstehen lassen zu dem, was da gerade passiert. Das Feld ist voll von Spaltung, Verwirrung und (Ent-)Täuschung mit hoch aufgeladenen Gefühlen.

Ich bemerke, dass es Menschen gibt, die glauben, dass Covid-19 ein wirklich gefährlicher Virus ist und die möchten alles dafür tun, sich selbst und Ihre Liebsten davor zu schützen und das braucht und wünscht eine Würdigung und Verständnis.

Genauso gibt es Menschen, für die es nicht um den Virus geht, sondern um die Bedrohung einer verborgenen Agenda, die die Grundrechte des Menschen auf Freiheit und körperliche Unversehrtheit angreift und auch das braucht und wünscht Würdigung und Verständnis.

Und es gibt auch Menschen, die sich große Sorgen machen, um das Wirtschaftliche – um die eigene Existenz, und wohin wir uns als Menschheit entwickeln und auch das braucht Würdigung und Verständnis.

Was machen diese unterschiedlichen existenziellsten Erfahrungen unabhängig von der „sozialen Distanzierung“ und dem Kultivieren der „Getrenntheit“ mit uns und unseren Beziehungen? Können wir es wagen, die Wahrheit zu sagen und darin gesehen und vielleicht verurteilt zu werden? Können wir es wagen präsent zu bleiben und den Vulkan zu spüren, der in der eigenen Verletzlichkeit brennt und tobt? Können wir uns dafür gegenseitig achten und lieben? Können wir es wagen, ganz ehrlich „Ja“ zu sagen und ganz ehrlich „Nein“, ohne den anderen oder sich selbst ins Unrecht zu setzten?

Mir geht es nicht darum, eine bestimmte Perspektive zu unterstützen oder zu widerlegen. Mein System kann nicht anders, als jedem Menschen da zu begegnen, wo das Leben den eigenen Ursprung schmerzlich berührt und sichtbar werden lässt, weil ich es ganz natürlich als das goldene Tor in die Freiheit, in die Bedingungslosigkeit des Seins und in die Gnade erlebe.

Wenn ich Menschen begegne, möchte ich die Unterschiedlichkeit der Wahrnehmung respektieren, weil ich weiß, dass mich diese spezielle Sicht eines Menschen zu seinem Ursprung, also zur Kernerfahrung meines Gegenübers aber auch gleichzeitig zur Kernerfahrung von mir selbst, einlädt. Dieses wesentliche voneinander Berührtwerden, schafft die Voraussetzung für Transformation. Individuell, wie auch für uns als Gemeinschaft Mensch.

Ich spüre die größer werdende Sehnsucht und den Mut in vielen von uns, sich immer wieder in liebender Präsenz, Wahrhaftigkeit und Gleichwertigkeit zu begegnen, auch wenn das kollektive Feld, das uns momentan umgibt, eine extreme Spaltung anbietet. Lasst uns diese große Orientierungsphase und kostbare Zeit nutzen, um zu erkennen, was Illusion und was Wirklichkeit ist. Ist das, was ich gerade erlebe real, ist es stimmig? Wahrheit heilt! Eine sanft-radikale Ehrlichkeit, die emotionale Wahrheit zu zulassen, ist die beste Medizin für ein starkes Immunsystem und gut reguliertes Nervensystem. Dein Bauch und Dein Herz ist ein Seismograph für Wahrheit und Heilung. Es spürt, schaut und lauscht die ganze Zeit, um die einfache Wahrheit der Gegenwart zu erkennen: Was ist jetzt? Was ist in mir? Was ist in Dir? Was ist in dem Raum zwischen uns und um uns herum?

Die Welt braucht mehr denn je, dass wir fühlen, wer wir wirklich sind und was Bedeutung hat für uns im Leben. Hier. Jetzt. Wir müssen nicht erlöst werden. Wir können uns selbst befreien.

Wir sind frei.

Ich freue mich auf das gemeinsame Erkunden und ein Wiedersehen. Mögen wir das neue Mögliche spüren, was jeder Wandlung innewohnt.

In Verbundenheit & Liebe

Nicole